"Wenn Du etwas lernen möchtest, frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten."Chin. Sprichwort

FuN – Familie und Nachbarschaft / FuN Baby

Ein Projekt des Bündnisses für Familie – Runder Tisch Elternbildung Charlottenburg-Wilmersdorf in Kooperation mit dem Deutschen Familienverband

Seit vielen Jahren gehört der DFV zum Bündnis für Familie Charlottenburg-Wilmersdorf /Runder Tisch Elternbildung. Im Bündnis sind viele unterschiedliche Träger vertreten, die das Ziel haben, neue Projekte und Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln und voranzutreiben. Im Laufe der Jahre wurden bereits verschiedene gemeinsame Projekte durchgeführt, wie z.B. Elternkurse („Starke Eltern-Starke Kinder“, „Kess“ usw.) oder die Veranstaltungsreihe „Familienwelt“ in den unterschiedlichsten Einrichtungen. Es entstand beim Runden Tisch Elternbildung der Wunsch etwas anzubieten, was die ganze Familie und auch Familien mit noch sehr kleinen Kindern anspricht. Da der DFV bereits sehr gute Erfahrungen mit „FuN“ gemacht hat, wurde dieses Programm ausgewählt und ein Konzept erstellt, das vorsah „FuN Familie“ und „FuN Baby“ in unterschiedlichen Regionen und Einrichtungen des Bezirks anzubieten. Das Besondere an „FuN“ ist auch, dass verschiedene Träger bei der Durchführung kooperieren.

„FuN“ ist ein Angebot der Familienbildung, dass die Familien in den Mittelpunkt stellt. Es spricht alle Familien an, unabhängig von ihrer Familienform, ihrer sozialen Lebenssituation und ihren Vorerfahrungen mit anderen Bildungsangeboten.
Die im Familiensystem vorhandenen Ressourcen zur Erziehung und Begleitung von Kindern werden im Sinne eines positiven Zusammenlebens gestärkt. Die Erziehungspersonen werden wertschätzend anerkannt, gefördert und gestützt. Durch das Programm wird ein gemeinsamer Lern- und Erfahrungsort für Eltern mit ihren Kindern geschaffen. Das Programm soll Spaß (Fun) machen. Das Team unterstützt die Familien auf spielerische Weise miteinander zu lernen und dabei Erfolg und Freude zu erzielen. Die Durchführung des Programms findet in Einrichtungen statt, mit denen die Kinder und Familien schon in Kontakt sind. Alle Familien werden persönlich vor Beginn des Programms angesprochen und über FuN informiert.


Über das Bündnis Charlottenburg Wilmersdorf – Runder Tisch Elternbildung wurde und wird „FuN“ in folgenden Einrichtungen durchgeführt:
- Nachbarschaftshaus am Lietzensee in Kooperation mit AmBerCo e.V. und dem DFV

- Stadtteilzentrum Halemweg in Kooperation mit Geburt und Familie, der Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Bezirks und dem DFV

- Familienzentrum Schillerstraße in Kooperation mit dem Familienzentrum Schillerstraße, AmBerCo e.V. und dem DFV

Hier ein ausführlicher Bericht einer Durchführung von „FuN Baby“

„FuN Baby“ in der Elternoase im Halemweg

Spannender hätte ein neues Projekt der Familien-Bildungsarbeit nicht sein können. Im Rahmen des Lokalen – Bündnisses Charlottenburg /Wilmersdorf wurde „FuN Baby“ geplant und durchgeführt.
„FuN - Familie und Nachbarschaft“ ist zur Stärkung der Elternkompetenz für Eltern im Umgang mit ihrem Baby konzipiert.

Wir starteten als Dreierteam mit den Kolleginnen Petra Karl (Geburt und Familie e.V.), Petra Birkert (Familien- und Erziehungsberatungsstelle des Bezirksamts Charlottenburg/Wilmersdorf) und Maria Peters (DFV) in den Räumlichkeiten der Elternoase im Stadtteilzentrum Halemweg.
Im Frühjahr hatten wir gemeinsam die Fortbildung zum „FuN Trainer“ absolviert, um im Sommer den Kurs zu planen und Familien für „FuN Baby“ zu gewinnen. Letztendlich startete Ende August der „FuN – Kurs“. Um es vorweg zu nehmen, es war eine Herausforderung: spannend, auch anstrengend und es hat ganz viel „Fun“ gemacht.
Im Vorfeld des „FuN Baby“ - Kurses führten wir Elterngespräche mit interessierten Familien aus der Nachbarschaft. Dabei bekamen wir Kontakte über Kitas, das Familiencafé und diverse Stellen des Bezirksamtes.
Als wir dann in den Räumen des Stadtteilzentrums mit unserem Kurs starteten, musste der Raum zunächst verschönert und kindgerecht gesichert werden. Der gesamte Raum wurde, bei jedem der insgesamt acht Treffen, mit Matten ausgelegt. Hinzu kamen Vorhänge und Tapetenstreifen zur Verschönerung der Wände und Fenster. Jede Familie bekam noch ihre eigene Yogamatte, auf der das gemeinsame Spiel stattfand.
„FuN Baby“ ist ein stark strukturiertes Programm, welches den Eltern die Möglichkeit gibt, sich die Abläufe des Kurses schneller einzuprägen. Der zeitliche Ablauf des Programms, wie z.B. die Begrüßung, die Spiele und die Elternrunde, ist genau festgelegt.

So begann der Kurs pünktlich um 10.30 Uhr. Jede Familie hatte ihren festen Platz im Raum. Vor den Matten lag jeweils eine Namenskarte.

Wir starteten mit dem Begrüßungsritual. Zunächst wurde ein gemeinsames Begrüßungslied gesungen und danach stiegen “Himpelchen und Pimpelchen”, mit Handbewegungen, auf einen Berg. Laminierte

Liedertexte und Reime erleichterten das Mitsingen und -machen.

Nun folgte das erste Spiel, der Mutter/des Vaters mit dem Kind, das so genannte Spiel zu Zweit, dieses Spiel wurde bei jedem Termin

wiederholt. Bei diesem Spiel sollte das Baby die

unterschiedlichen Spielmaterialien erkunden und gab die Spielidee vor. Der Vater/die Mutter ging auf die Bedürfnisse des Kindes ein,

unterstützte es und begleitete das Spiel sprachlich. Dabei reichte es aus, wenn das Baby sich nur mit einem Gegenstand beschäftigte.

Hintergrund dieser Spieleinheit war, dass das Baby (wenn es

konnte) bestimmte, womit es spielen mochte, dabei durfte es auch eine Viertelstunde an einem Tuchzipfel herumkauen. Ziel des Spiels war es, dass die Eltern die

Aufmerksamkeit für ihr Kind verstärken.
Nun folgte das zweite Spiel, welches auf das Alter, die Fähigkeiten und die Bedürfnisse des einzelnen Kindes ausgerichtet war. Dabei sollte der Aspekt der Kommunikation und Kooperation gefördert werden. Als Spielmaterial wurden einfache Haushaltsgegenstände verwendet, die den Eltern als Spielideen für zu Hause dienen. Die Teamer unterstützten die Eltern, ihr Baby individuell anzuleiten. Dafür bekamen Mutter/ Vater entsprechendes Spielmaterial und eine dem Alter und der Entwicklung angemessene klar formulierte Aufgabe gestellt. Die Teamer unterstützen die Eltern durch positive Bestärkung beim Umgang mit ihren Kindern.
Beim anschießenden Gespräch zu Zweit wurden jeweils zwei Elternteile für ein gemeinsames Gespräch bestimmt oder durch ein Los eingeteilt. Die Zweiergruppe bekam einen freien Platz im Raum, um ungestört ein Gespräch zu führen und miteinander Kontakt aufzunehmen. Die Kinder bekamen Spielmaterial. Ziel war es, auch schüchterne Eltern aus der Reserve zu locken, in ein Gespräch einzubeziehen und die Kontaktaufnahme zu fördern.
In der anschließenden Elternrunde kamen alle Familienmitglieder an
einem „runden“ Tisch zu einem Imbiss zusammen. Dabei durfte immer
jeweils eine andere Familie diesen “kleinen Imbiss” mitbringen.
Getränke wurden zur Verfügung gestellt. Für den Imbiss gab es eine
kleine finanzielle Unterstützung. Die Mutter/der Vater übernahm in
dieser Rolle die Verantwortung für das leibliche Wohl aller
Kursteilnehmer. Alle Familien hatten sich so tolle Sachen ausgedacht,
dass wir mit vielen landestypischen Delikatessen verwöhnt wurden.
Dafür wurden die Mütter/Väter von allen Teilnehmern und den Teamern
besonders gelobt. Oft war das Essen auch der Einstieg in die
Elternrunde: „Wie wird in den Familien gekocht? Welche Lebensmittel werden gekauft?“ Diese Fragen dienten unter anderem als Einstieg zum Thema „gesunde Ernährung“. Weitere Themen waren die Kita- bzw. Tagesmutterbetreuung im nahen Umfeld und der Umgang der Familie mit dieser Angelegenheit. Dabei kam es oft zu lebhaften Diskussionen, aber auch zu Empfehlungen und Vermittlungen an andere Beratungsstellen in der Nähe. Eine weitere Frage war: „Wie komme ich an eine bezahlbare Wohnung, wer unterstützt mich, was muss ich beachten?“ Die Gruppenmitglieder sprachen von ihren eigenen Erfahrungen, die einzelnen Teamer brachten ihr Fachwissen mit ein und so entstanden immer wieder tolle und sehr informative Gesprächsrunden.
Kurz vor Ende des Termins folgte noch ein Abschlussritual, bei dem das „Fähnchen auf dem Turme“ mit Handbewegung begleitet wurde. Worauf „Alle Leut, alle Leut....nach Hause gehen“. Bei der Verabschiedung wurde das Essen noch einmal gelobt und dem Elternteil, welches sich für den nächsten Termin bereit erklärt hatte etwas mitzubringen, symbolisch ein Kochlöffel und eine kleine Spende überreicht.
Das Ziel, den Kontakt der einzelnen „FuN – Teilnehmer“ untereinander aufzubauen, zu stärken und die Beratungsstellen / Informationsmöglichkeiten in der Nachbarschaft aufzuzeigen, ist mit Erfolg erreicht worden.

Maria Peters
Diplom Sozialarbeiterin, Deutscher Familienverband, Landesverband Berlin e.V.

Das FuN–Projekt über das Bündnis für Familie wird gefördert von der Abteilung Jugend, Familie, Schule, Sport und Umwelt/Jugendamt 

Der DFV Berlin ist qualitätsgeprüfter Verband

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zur Mitgliedschaft offen.

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